Salzgitter-Bad, 9. Juni 1964: ein paar Zeilen über mich

Wenn mich jemand fragt, wo ich herkomme, muss ich nicht lange überlegen: Salzgitter-Bad,
- Juni 1964. Aufgewachsen bin ich hier, zur Schule gegangen bin ich hier, und nach
einigen Jahren in Soltau, Goslar und Hannover bin ich hierher zurückgekehrt. Diese Stadt ist nicht mein Arbeitsort. Sie ist meine Heimat.

Vom Gymnasium in Salzgitter-Bad nach Sigmaringen
1984 habe ich am Gymnasium Salzgitter-Bad Abitur gemacht. Danach ging es in die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Bundesvermögensverwaltung, angebunden an die Oberfinanzdirektion Hannover, mit dem Studium an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung im Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung in Sigmaringen. 1987 hatte ich den Abschluss als Diplom-Finanzwirt (FH) und die Laufbahnprüfung in der Tasche.
Das klingt nüchtern, und das war es auch. Aber ich habe in diesen Jahren etwas gelernt, das mir bis heute hilft: Verwaltung ist kein Selbstzweck. Sie entscheidet darüber, ob eine Kita gebaut wird oder nicht, ob Geld ankommt oder liegen bleibt.
Meine Stationen vor dem Rathaus
| Jahre | Station | Womit ich zu tun hatte |
|---|---|---|
| 1987–1988 | Bundesvermögensamt Soltau | Liegenschaftsrecht, Betreuung der Liegenschaften der britischen Streitkräfte in Munster |
| 1988–1989 | Bundeswehr Braunschweig | Grundwehrdienst |
| 1989–1994 | Landkreis Goslar | Personalwesen, Personalrecht, Kommunalaufsicht |
| 1994–1997 | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr | Eichwesen, Eichrecht, Preisrecht |
| 1997–2006 | Nds. Ministerium für Inneres und Sport | Bedarfszuweisungsfonds von 100 Mio. € im Jahr, Finanzaufsicht über kreisfreie und große selbständige Städte sowie Landkreise |
Die neun Jahre im Innenministerium waren meine eigentliche Schule. Wer den Bedarfszuweisungsfonds verwaltet und die Finanzaufsicht über Städte und Landkreise führt, sieht sehr genau, woran Kommunen scheitern und was sie trägt. Dieses Wissen habe ich mitgenommen, als ich 2006 auf die andere Seite des Tisches gewechselt bin.
Seit 2006 im Rathaus
Seit dem 1. November 2006 bin ich hauptamtlicher Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Salzgitter. Was in diesen Jahren entstanden ist, steht an anderer Stelle auf dieser Seite. Hier nur so viel: Es ist der Beruf, für den ich alles andere gelernt habe.

Wofür ich mich über Salzgitter hinaus einsetze
Kommunale Interessen enden nicht an der Stadtgrenze. Deshalb vertrete ich sie ehrenamtlich gegenüber der niedersächsischen Landesregierung und dem Landtag, gegenüber Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat sowie gegenüber der Europäischen Kommission:
- Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages
- Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages
- Präsidiumsmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
- Präsidiumsmitglied des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, Sektion Deutschland
Das kostet Abende und Wochenenden. Es ist aber der Hebel, mit dem eine Stadt wie Salzgitter an Mittel kommt, die ihr sonst niemand zuteilt.
Privat
Verheiratet bin ich mit Simone Klingebiel, geborene Marlin. Wir haben zwei erwachsene Kinder: Nathalie ist 26, Jonas ist 29.
Fußball begleitet mich, seit ich denken kann. Ich bin Mitglied im SC Gitter 1929 und trainiere dort die Ü 50. Und ja, ich bin leidenschaftlicher Fan von Eintracht Braunschweig, in guten wie in schlechten Spielzeiten.

Zum Abschalten gehe ich mit unserem Hund Monty spazieren. Und was mir in all den Jahren wichtig geblieben ist: gelebte Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften. Nicht als Protokoll, sondern als echte Begegnungen.
Daneben bin ich in einer Reihe von Vereinen zu Hause, die diese Stadt zusammenhalten:
- SC Gitter 1929 e. V.
- „Wir helfen Kinder e. V. Salzgitter"
- Schützengilde Ringelheim
- Kleinkunstbühne Salzgitter-Bad e. V.
- Freundeskreis Cinema Salzgitter-Bad e. V.
- Freiwillige Feuerwehr Salzgitter-Bad (passives Mitglied)
- Förderverein Kinder- und Jugendfeuerwehren Salzgitter e. V.
- CDU-Kreisverband Salzgitter
- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Salzgitter e. V. (Kreisvorsitzender)
Wer in einer Stadt wie dieser etwas bewegen will, muss sie kennen. Ich kenne sie, weil ich in ihr lebe.
